Abfragen

Durch die Normalisierung ist es für Menschen schwierig, die Rohdaten überhaupt noch in Tabellen lesen zu können. So steht z. B. in einer Tabelle mit Orten, dass eine Stadt in einem Bundesland mit einer bestimmten Nummer liegt. In aller Regel wird man als Mensch nicht die Nummern auswendig kennen. Hier kommen Abfragen ins Spiel: Während in Tabellen Daten gespeichert werden, sind Abfragen für die Auswertung und Weiterverarbeitung der Daten zuständig.

Führt man eine Abfrage aus, sieht sie für den Betrachter genauso aus wie eine Tabelle. Aber eine Abfrage speichert keine Daten, sondern bezieht ihre Daten aus einer oder mehreren Tabellen. Trotzdem kann man in aller Regel in einer Abfrage Daten eingeben und ändern. Das wird dann in der zugrunde liegenden Tabelle gespeichert. Wenn Access nicht wissen kann, in welchem Datensatz genau die Daten gespeichert werden sollen, ist die Dateneingabe automatisch gesperrt.

Relationale Datenbanken wie Microsoft Access nutzen für Abfragen die Abfragesprache SQL (Structured Query Language). Mit Microsoft Access kann man Abfragen komfortabel mit einer grafischen Oberfläche generieren, ohne sich mit SQL beschäftigen zu müssen. Natürlich kann man, wenn man mit SQL vertraut ist, auch damit arbeiten, oder beide Arbeitsweisen mischen.

SQL-Code
Anzeigefenster

Im Folgenden erstellen wir daher Abfragen nur in der Entwurfsansicht. Rein informativ wird auch der jeweilige SQL-Code gezeigt, allerdings ohne näher darauf einzugehen. Wer sich doch noch tiefer mit SQL beschäftigen möchte, kann so einen ersten Eindruck erhalten, kommt aber irgendwann um den Kauf eines Fachbuchs nicht herum.

Hier wird im Übrigen eine vereinfachte und besser lesbare Fassung des SQL-Codes verwendet als der von Microsoft Access automatisch generierte Code. Access legt nämlich im Zweifel lieber etwas mehr Text an. Dadurch wird die Abfrage aber weder besser noch schlechter, schneller oder langsamer als der im Tutorial gezeigte Code.